Studienergebnisse: Digitalisierung im Treasury

Die Covid-19-Pandemie sowie der Ukrainekonflikt erschüttern nicht nur das Treasury, sondern die gesamte Wirtschaftswelt. Die Popularisierung des Home-Offices, ein volatiles Geschäftsumfeld, globale Lieferschwierigkeiten und gestiegene Finanzrisiken haben das Corporate Treasury vor große Herausforderungen gestellt und gleichzeitig als unabdingbare Unternehmenseinheit etabliert.

Doch wie hat die Covid-19-Pandemie die Digitalisierung innerhalb der Treasury-Branche vorangetrieben? Dieser Frage sind wir als ConVista Consulting AG nachgegangen. Um einen Einblick in die Bedürfnisse unserer Kunden zu erhalten und ihnen optimal zur Seite stehen zu können, haben wir eine Studie über die Digitalisierung und die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Treasury ins Leben gerufen. Unter den Corporates haben wir einen diversen Mix erreicht, der mit Antworten aus verschiedenen Branchen, Kontinenten und Schlüsselpositionen des Treasury innerhalb des Unternehmens aussagekräftige Rückschlüsse erlaubt.

Die Vielfalt der Befragten zeichnet ein realistisches Bild des Treasury ab

Die befragten Corporates lassen sich in vier Gruppen einteilen. 6,3% der Corporates gehören zur Gruppe der „Verlierer“ und wurden durch die Pandemie stark belastet, planen aber keine oder nur geringe Digitalisierungsmaßnahmen. Im Gegensatz hierzu planen die „Gewinner“ (40,6%), die ebenfalls stark durch die Pandemie eingeschränkt wurden, sich kontinuierlich digital weiterzuentwickeln. Zu konservativen Gruppe (15,6%) gehören jene Corporates, die geringe Einschränkungen erlebt haben und eine geringe weitere Digitalisierungsnotwendigkeit sehen. Die letzte Gruppe – die „Vorreiter“ (37,5%) – haben trotz geringer Betroffenheit durch Covid-19 vor, ihre Digitalisierungskonzepte zu erweitern und verbessern.

Digitalisierungspotenzial im Treasury-Bereich

Als zentrale Erkenntnis der Studie lässt sich erkennen, dass die Digitalisierung im Treasury ein sehr aktuelles und relevantes Thema für Corporates ist. 93% der Befragten sehen ein hohes oder gewisses Potenzial für ihre Treasury-Systemlandschaft. Der Schwerpunkt hierbei liegt klar bei der Verbesserung der Datenqualität, -verarbeitung und –integration, jedoch sehen Unternehmen in nahezu allen Treasury-relevanten Themen hohen Verbesserungsbedarf.

Die Pandemie hat jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Digitalisierung eines Unternehmens, sondern hat oft auch die Rolle des Treasurers von Grund auf verändert. Die jeweiligen Treasury-Abteilungen haben eine strategischere Rolle angenommen und wurden zu einer wichtigen Informationsquelle für die Management-Ebene. Ebenfalls erkenntlich wurde, dass Unternehmen, die sich bereits zuvor auf eine stabile digitale Struktur verlassen konnten, die Einschränkungen durch Covid-19 besser abfedern konnten.


Digitalisierung im Treasury: Das können Treasurer aus der Covid-19-Pandemie lernen

Hier geht's zum Download der Studie


Ausblick auf die Zukunft des Treasury

Die Studie gibt außerdem einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen. So haben (abhängig vom bisherigen Digitalisierungsgrad des Treasury) zwischen zwei Drittel und 89% der Befragten das Bedürfnis, die Digitalisierung weiter voranzutreiben.

  • Das Real-Time-Treasury erlaubt eine Echtzeit-Anbindung der Daten via API und kann so nicht nur die Transparenz und Reaktionszeiten verbessern, sondern auch die Komplexität verringern.
  • „Digital Workers“, die auf RPAs basieren, können repetitive, manuelle Aufgaben übernehmen und so Treasurern mehr Zeit für komplexe, individuelle Aufgaben einräumen.
  • Treasury Dashboards ermöglichen die übersichtliche Darstellung und Visualisierung von aktuellen Daten und Informationen.

Die zunehmende Digitalisierung wird uns und unsere Kunden in den nächsten Jahren nicht nur vor neue Herausforderungen, sondern auch vor neue Möglichkeiten stellen, denen wir mit Freude entgegensehen.

Haben Sie Fragen dazu? Kontaktieren Sie uns gerne!
Christian Million

Christian Million

Christian.Million@convista.com
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