27.04.21

Jobwechsel in Zeiten der Pandemie

Unser Kollege Benjamin Koch hat Anfang des Jahres als Senior Project Manager im Treasury-Bereich angefangen. Im Interview berichtet er über seine erste Zeit bei der ConVista.

Unser Kollege Benjamin Koch hat Anfang des Jahres als Senior Project Manager im Treasury-Bereich angefangen. Im Interview berichtet er über seine erste Zeit bei der ConVista.

Nach sechs Jahren in der Golfregion bin ich wieder zurück in Deutschland. Ich habe nicht nur das Land, sondern auch meinen Job gewechselt – mitten in einer globalen Pandemie. Hier erzähle ich von den größten Hindernissen, meinem neuen Arbeitgeber ConVista und warum ich nach Hause zurückkehren wollte

In den letzten Monaten hat sich mein Leben radikal verändert. Wie bei vielen anderen hat auch bei mir Corona etwas damit zu tun – aber nicht nur.

Ich habe sechs Jahre in Dubai und der Golfregion gelebt. Im Sommer vergangenen Jahres bin ich wieder nach Deutschland gezogen. Ich habe die Wüstenhitze gegen das gemäßigte mitteleuropäische Klima getauscht und auch mein neuer Arbeitsplatz ist ganz anders. Bis vor Kurzem habe ich bei Al-Futtaim gearbeitet, einem der größten Familienkonzerne der Vereinigten Arabischen Emirate – als Global Finance and Treasury Digitalisation and Transformation Lead. ConVista hingegen ist eine kleinere Beratungsfirma mit flachen Hierarchien.

Als ich damals in den Mittleren Osten ging, hatte ich einen Beratervertrag für ein halbes Jahr in der Tasche. Dass daraus sechs Jahre werden würden, konnte ich nicht ahnen. Aber das geht vielen so, das ist nicht ungewöhnlich. Nach zwei Jahren bekam ich dann die Chance, für Al-Futtaim in einer führenden Rolle an einem großen Finanztransformationsprojekt mitzuarbeiten. Als wir dies im vergangenen Jahr abgeschlossen hatten, kam für mich der Zeitpunkt zu fragen: Und was kommt als nächstes?

Die Welt befand sich da schon mitten in der Pandemie. Mir wurde bewusst, dass ich mit all den Einschränkungen, die diese Situation mit sich brachte, meine Familie in Deutschland nicht mehr so einfach würde sehen können. Dieser Gedanke gefiel mir nicht. Und ich merkte: Nach so langer Zeit im Ausland wäre es wirklich schön, wieder nach Hause zurückzukehren und näher bei meiner Familie zu sein. So hat mir Corona geholfen, Prioritäten zu setzen, mich auf das zu konzentrieren, was wichtig ist.

Dass ich so schnell eine neue Stelle gefunden habe, war eine glückliche Fügung. Meine jetzigen Kolleg:innen von ConVista und ich haben uns zunächst online ausgetauscht. Dann haben wir uns im Sommer in München getroffen und sie haben mir ein Angebot gemacht – da waren die Einschränkungen wegen der Pandemie ja glücklicherweise nicht so groß. Ich musste mich hingegen zweimal testen lassen: Bevor ich nach Deutschland fliegen durfte und nachdem ich aus dem Flugzeug gestiegen war.

Der Umzug selbst war dann schwieriger. Immerhin wusste ich durch die Geschichten von anderen Leuten, was alles schiefgehen konnte, und hatte genug Zeit zum Planen. Länger, als man annehmen würde, hat zum Beispiel der Verkauf meines Autos gedauert. Auch der Versand meiner Möbel und sonstigen Habseligkeiten verzögerte sich. Eine Wohnung zu finden war auch nicht ganz einfach. Aber letztendlich lief alles ziemlich reibungslos.

Jetzt genieße ich es richtig, wieder in der Beratung tätig zu sein – und für eine kleinere Organisation zu arbeiten. Mein alter Arbeitgeber hatte rund 40.000 Angestellte, ConVista beschäftigt rund 650 Mitarbeiter:innen. Wir verbringen weniger Zeit mit Politik und Bürokratie und mehr damit, Dinge zu erledigen. Das kommt mir persönlich sehr entgegen. Außerdem habe ich schnell viele Leute kennengelernt und kann sie gefühlt zu jedem Thema ansprechen. Die Kultur ist sehr freundlich und familiär.

Ich arbeite nun als Senior Lead in einem Team von Senior Treasury- und Finanzexpert:innen. Wir unterstützen unsere Kundschaft darin, ihre Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben im Bereich Treasury und Finance umzusetzen. Unser Ziel ist es, dass sie einen echten Gegenwert für ihr Geld bekommen. Wir kennen sowohl die Business- als auch die technische Beratungsseite sehr gut, ich halte meine Kolleg:innen für die bestmöglichen Fachkräfte auf ihrem Gebiet. Jetzt in der Pandemie nutzen viele Unternehmen die Chance, ihre Treasury-Systeme aufzurüsten. Ich denke auch, dass digitales Echtzeit-Treasury, kristallklares Reporting für das Top-Management und effiziente Organisationsstrukturen wegen des Kostendrucks jetzt besonders wichtig sind.

Obwohl ich jetzt in Europa bin, arbeite ich weiterhin eng mit Kund:innen aus der Golfregion zusammen – da hilft es, dass ich die Kultur und die Herausforderungen verstehe. Im Alltag spielt es derzeit sowieso kaum eine Rolle, wo man sich aufhält. Wir versuchen, das Gesundheitsrisiko zu minimieren und arbeiten, soweit es geht, aus der Ferne. Stichwort: Online-Meetings. Aber wir freuen uns schon alle darauf, uns bald wieder persönlich zu treffen.


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