Die Rolle des Treasurers in der digitalen Transformation

Viele SAP-Experten oder IT-Berater haben aus technischer Sicht ein gutes Verständnis davon, wie ein TMS oder ERP-System zu implementieren ist. In Gesprächen mit Kunden bzw. Anwendern steht ein Berater jedoch häufig vor der Herausforderung zu verstehen, auf welche Weise Kunden ihr System für Treasury-Lösungen konkret einsetzen wollen.

Ein guter Berater muss nicht nur sein technisches Fachwissen ständig weiterentwickeln, er muss genauso nah am Kunden sein. Man muss ein gutes Verständnis dafür bekommen, wie die Treasury- und Finanzabteilungen funktionieren und wo die operativen Ziele und die damit verbundenen aktuellen technischen Herausforderungen liegen.

Deshalb geht es in diesem Artikel besonders um den Treasurer und dessen Befähigung, eine wesentliche Rolle bei der digitalen Transformation eines Unternehmens zu spielen. Nicht zuletzt werden durch die vielfältigen Möglichkeiten von SAP hierzu an vielen Stellen die Voraussetzungen geschaffen. In der Vergangenheit wurde Corporate Treasury oft als Bereich des Rechnungswesens angesehen; heutzutage ist klar, dass Treasury eine eigenständige Einheit ist. Seitens ConVista erarbeiten wir Lösungen größtenteils im SAP-Umfeld, wobei insbesondere Treasury Anwendungen häufig den Sprung zum neuen SAP S/4HANA darstellen. Alternativen wie Central Finance oder die Verwendung einer Treasury Work Station bzw. eines S/4HANA Sidecar-Ansatzes erweitern das Spektrum der Möglichkeiten, die SAP bietet.

Es ist sicher schwer eine Vorhersage darüber zu treffen, welche neuen Technologien in den nächsten zehn Jahren auf den Markt kommen werden. Nicht unerheblichen Einfluss hierauf werden gewiss das jeweilige operative Geschäft, das Investitionsverhalten und das regulatorische Umfeld haben. Fest steht, dass das Tempo des Wandels exponentiell zunimmt und einige aufkommende Trends den Verlauf der nächsten Jahre prägen werden. Unter all den neuen technologischen Fortschritten, die aktuell stattfinden, sind vor allem künstliche Intelligenz (KI) und Supercomputing als die beiden „disruptivsten“ und spannendsten zugleich zu nennen.

Laut den meisten Experten wird sich die Entwicklung der KI in ihrem eigenen Tempo entwickeln, zugleich aber auch die Entwicklung vieler anderer komplementärer, vertikaler Technologien fördern. Diese werden - in Abhängigkeit von Geschwindigkeit, Genauigkeit und Fähigkeit der künstlichen Intelligenz – ebenfalls lernen, sich zu verbessern. Richard Tang, Gründer und CEO von ISP Zen Internet glaubt, dass wir uns über die "künstliche" Intelligenz zu etwas hinbewegen, das der "echten" Intelligenz ähnelt, welches dann die nächste Stufe der künstlichen Intelligenz darstellen wird.

Kann also der Treasurer bei der digitalen Transformation eine führende Rolle annehmen?

Klare Antwort: Ja! Im Kontext der heutigen digitalen Transformation und Technologie müssen die Finanzabteilung, der CFO und insbesondere der Treasurer eine strategische Vision haben und diese Transformation vorantreiben.

Hat man eine Vorstellung davon, wie Treasury funktionieren sollte, wird man feststellen, dass Menschen und Prozesse nach wie vor zwei der wichtigsten Faktoren im System darstellen. Manchmal machen es sich jedoch auch Spezialisten bei der Technologieimplementierung zu einfach, in dem sie nur der Prämisse folgen: "Wir sind hier, um ein System einzurichten." In der Regel geht es primär darum zu verstehen, welche Möglichkeiten ein System hat, damit es richtig verwendet werden kann. Das bedeutet zu wissen, wie der Prozess gestaltet wird, um die Anwender zu befähigen, das System optimal zu nutzen. Der Treasurer ist in der Position, eine Vorreiterrolle bei der digitalen Transformation einzunehmen: Er nimmt entscheidenden Einfluss auf die Automatisierung, die Verarbeitung von Echtzeitdaten, die Durchführung dazugehöriger Analysen sowie KI-gestützter Entscheidungsfindung, die er in seinen Arbeitsalltag integriert.

Viele Unternehmen, die ein neues System einrichten möchten, versuchen nur, dieses System an ihre aktuellen Prozesse anzupassen. Allerdings ist dies in aller Regel nicht der beste Weg. Es sollte vielmehr über das gesamte Bild nachgedacht werden: "Warum machen wir das?" Denn wenn heute etwas ineffizient oder gar falsch erledigt wird und dann in ein System eingebunden wird, um es weiterhin „suboptimal“ zu erledigen, wird bestenfalls nur ein schlechter Prozess automatisiert.

Ein besseres Rezept ist es, den Weg zum Smart Treasury einzuschlagen. Man könnte dies als ein Konzept beschreiben, das David Cano, Direktor von AFI, in seinem Artikel in ASSET "Wie ich mein Unternehmen in einen Superstar verwandeln kann" beschreibt. Bei ConVista verfolgen wir die folgenden Grundprinzipien, um Smart Treasury zu erreichen:

Prozessautomatisierung, um manuelle Prozesse und Medienbrüche zu vermeiden

Umfassende Transparenz und Integrität von Informationen, die jederzeit und von überall aus zugänglich sind

Konnektivität und Zusammenarbeit, automatisieren Sie operative Treasury-Vorgänge und fördern Sie die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg

Verbesserte Berichterstellung und Unterstützung der Nutzer mit Analyselösungen wie SAP Analytics Cloud

Um Ihnen Potenziale aufzeigen zu können, wie Sie zu einem Smart Treasury kommen bieten wir Ihnen unser ConVista Treasury Assessment an. Im Rahmen dieses Assessments analysieren wir die aktuellen Prozesse der Treasury-Abteilung ("As Is"). Wir tun dies, um unseren Kunden dabei zu helfen, ein an die aktuellen Trends angepasstes Modell zu entwickeln, indem neue Technologien unterstützen können. Während dieser Workshops werden die Treasury-Funktionen sowohl auf der Ebene von Prozessen als auch unter technologischen Aspekten untersucht.

Sprechen Sie uns gerne auf einen Workshop-Termin an und analysieren Sie mit uns gemeinsam die Potentiale und „hidden Treasuries“ ihrer Treasury-Organisation auf dem Weg zu einem „Smart Treasury“.

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