SAP Digital Manufacturing: Aus SAP DMC wird SAP DM

SAP Digital Manufacturing (SAP DM) optimiert Produktionsprozesse durch Echtzeit-Datenanalyse und Integration für mehr Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Mehr Transparenz, Effizienz und Kontrolle: SAP Digital Manufacturing (SAP DM) für Ihr Unternehmen

Die Smart Factory transformiert das Fertigungswesen durch die nahtlose Integration intelligenter Produktionsprozesse und fortgeschrittener Datenanalyse. Als Kernstück der digitalen Transformation ermöglicht SAP Digital Manufacturing (SAP DM) diesen Übergang und integriert sich perfekt in die gesamte Supply Chain. In der heutigen dynamischen Produktionslandschaft adressiert SAP DM kritische Herausforderungen, wie den Mangel an Echtzeitdaten und die Komplexität der Systemintegration. Die Lösung synchronisiert Datenströme zentral und verbessert damit die Transparenz und Reaktionsfähigkeit der Produktionslinien. Dies ermöglicht Unternehmen, ihre Produktionskapazitäten effizienter zu nutzen und schneller auf Marktdynamiken zu reagieren, was zu einer gestärkten Wettbewerbsfähigkeit führt.

Definition:: Was ist SAP DM?

SAP DM, kurz für SAP Digital Manufacturing, bezeichnet eine fortschrittliche, cloudbasierte MES-Lösung (Manufacturing Execution System), die darauf ausgelegt ist, die Produktionsprozesse in Unternehmen zu optimieren. SAP DM ermöglicht die nahtlose Verarbeitung und Analyse von Produktionsdaten in Echtzeit, was die Überwachung und Steuerung von Fertigungsabläufen erheblich verbessert. Die Software unterstützt Unternehmen dabei, ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, indem sie eine verbesserte Datenintegration bietet. Dies führt zu einer besseren Synchronisation verschiedener Produktionssysteme und minimiert Verzögerungen durch optimierte Informationsflüsse.

Als Bindeglied zwischen ERP-Systemen und dem Shop Floor fungiert SAP DM und sorgt so für eine reibungslose Kommunikation und Datentransparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit SAP DM können Unternehmen nicht nur ihre Produktionskapazitäten effektiver nutzen, sondern auch die Transparenz über ihre gesamte Lieferkette erhöhen, was entscheidend für eine agile Reaktion auf sich ändernde Marktbedingungen ist.

SAP DM ist der Nachfolger von SAP ME (Manufacturing Execution) und SAP MII (Manufacturing Integration and Intelligence). Der Support für SAP ME und SAP MII wird zum 31.12.2030 eingestellt, wodurch SAP DM die zukunftssichere Lösung für moderne Fertigungsunternehmen darstellt.

Welche Funktionen hat SAP DM?

SAP Digital Manufacturing bietet eine Reihe von Funktionen, die darauf abzielen, die Effizienz, Transparenz und Kontrolle über die Fertigungsprozesse zu erhöhen. Diese Softwarelösung integriert verschiedene Schlüsselkomponenten, die für eine moderne Fertigungsumgebung wesentlich sind:

  • Echtzeit-Datenanalyse: SAP DM ermöglicht es, Daten aus verschiedenen Produktionsquellen in Echtzeit zu erfassen und zu analysieren. Diese Funktionalität unterstützt Entscheidungsträger dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen, indem sie sofortigen Zugriff auf kritische Produktionsmetriken und Leistungsindikatoren haben.
  • Prozessautomatisierung: Durch die Automatisierung wiederkehrender und zeitintensiver Aufgaben hilft SAP DM, die Effizienz zu steigern und menschliche Fehler zu reduzieren. Dies umfasst die Automatisierung von Arbeitsabläufen, die Koordination von Maschinen und die Optimierung der Materialflüsse.
  • Integrationsfähigkeit: Die Software ist darauf ausgelegt, sich nahtlos in bestehende Systemlandschaften zu integrieren. Dies ermöglicht eine konsolidierte Sicht auf alle Fertigungs- und Betriebsdaten, wodurch Informationslücken geschlossen und Prozesskonsistenz gewährleistet wird.
  • Dashboards und Reporting: Mit benutzerfreundlichen Dashboards und umfangreichen Reporting-Tools bietet SAP DM den Nutzern die Möglichkeit, ihre Produktionsaktivitäten zu überwachen und zu analysieren. Diese Tools sind entscheidend für das Verständnis von Produktionsabläufen und die Identifikation von Verbesserungspotenzialen.
  • Produktionsanlagenwartung: SAP DM unterstützt proaktive Produktionsanlagenwartung, indem es vorbeugende Wartungspläne und -strategien integriert. Dies trägt dazu bei, Ausfallzeiten zu minimieren und die Lebensdauer der Anlagen zu verlängern.
  • Digitale Auftragsabwicklung: Die Hauptfunktion von SAP DM ist die papierlose Produktion. Es bietet umfassende Informationen zum Auftrag, Material und Produktionsdokumenten und ermöglicht sowohl manuelle als auch automatisierte Datenerfassung und Rückmeldungen zum Auftrag über das Production Operator Dashboard.
  • Qualitätsmanagement: SAP DM ermöglicht die grundsätzliche Abwicklung von Qualitätsthemen im Produktionsbereich, einschließlich In-Process Inspection und Abweichungsmanagement.
  • Künstliche Intelligenz und Machine Learning: Im Bereich Qualität können KI und Machine Learning genutzt werden, um die Qualitätssicherung weiter zu verbessern und präventive Maßnahmen zu optimieren.

Durch diese Funktionen unterstützt SAP DM Unternehmen dabei, ihre Produktionsprozesse umfassend zu optimieren und gleichzeitig eine höhere Produktqualität und Kundenzufriedenheit zu gewährleisten.

SAP Digital Manufacturing SAP DM mit Convista

SAP Digital Manufacturing: Module im Überblick

Digital vernetzte Produktionsprozesse schaffen eine gemeinsame Datenbasis für Planung, Fertigung und Auswertung. Maschinenzustände, Auftragsfortschritt und Qualitätsdaten stehen dadurch nicht mehr isoliert in einzelnen Systemen. SAP Digital Manufacturing verbindet den Shopfloor mit den betriebswirtschaftlichen Prozessen und stellt dafür eine cloudbasierte Manufacturing-Operations-Management-Plattform bereit. SAP gliedert die verschiedenen Funktionen in mehrere Bündel, die häufig auch als Module bezeichnet werden.

SAP Digital Manufacturing Execution (DMe)

Auf dem Shopfloor entscheidet sich, ob ein Auftrag pünktlich und in der geforderten Qualität fertig wird. DMe übersetzt die Vorgaben aus dem ERP in konkrete Arbeitsschritte und führt den Werker durch jeden Vorgang. Gutmenge, Ausschuss und Prüfergebnisse erfasst das System direkt an der Anlage. Der Artikel zeigt, wie DMe Abweichungen früh sichtbar macht und die Rückverfolgbarkeit über die Produktgenealogie sichert.

Digital Manufacturing Insights (DMi)

Fertigungsdaten entstehen an vielen Stellen, liegen aber oft verstreut und ungenutzt. DMi bündelt diese Daten aus DMe und angebundenen Systemen. Dashboards machen Leistung, Qualität und Stillstände vergleichbar. Der Artikel erklärt, wie Kennzahlen wie die OEE entstehen und wie sich ein auffälliger Wert bis zur betroffenen Schicht oder Anlage zurückverfolgen lässt.

SAP Resource Orchestration (SAP REO)

Ein Maschinenausfall oder eine geänderte Priorität wirft die Reihenfolge im Werk schnell durcheinander. REO verteilt Aufträge kurzfristig auf konkrete Maschinen, Arbeitsplätze, Mitarbeitende und Werkzeuge und terminiert betroffene Vorgänge neu. Der Artikel zeigt, wie die grafische Plantafel Kapazitäten und Konflikte sichtbar macht und wie automatisches Dispatching die Feinplanung unterstützt.

Zusammenspiel der drei Module

Die drei Bereiche bilden einen geschlossenen Informationskreislauf. Digital Manufacturing Execution setzt Aufträge um und erfasst Mengen, Messwerte, Materialverbrauch sowie Ereignisse. Digital Manufacturing Insights verdichtet diese Daten zu Kennzahlen und macht Ursachen sowie Trends sichtbar. SAP Resource Orchestration nutzt Planungs- und Shopfloor-Informationen, um Vorgänge, Personal, Maschinen und Werkzeuge operativ zu koordinieren.

Ein Beispiel verdeutlicht den Ablauf: In einem Montagewerk meldet eine Anlage wiederholt kurze Stillstände. DMe ordnet die Signale der betroffenen Ressource, Schicht und den laufenden Aufträgen zu. DMi zeigt, dass die Verfügbarkeitsverluste vor allem bei einer bestimmten Produktvariante auftreten. Die Prüfung ergibt, dass ein Werkzeugwechsel länger dauert als vorgesehen.

Die Produktionsleitung passt daraufhin mit REO die Reihenfolge der Aufträge an. Varianten mit gleichem Werkzeug werden gebündelt, ein geeignetes Ersatzwerkzeug wird eingeplant und qualifiziertes Personal zugeordnet. Die neue Reihenfolge fließt in die Ausführung ein. Anschließend zeigen die Analysedaten, ob Stillstand und Terminabweichung zurückgehen. Aus Datenerfassung wird dadurch eine überprüfbare Prozessverbesserung.

FAQ:: Häufige Fragen zu SAP Digital Manufacturing

SAP Digital Manufacturing (SAP DM) ist als umfassende Lösung konzipiert, die mehrere Kernfunktionen integriert, um die Produktionseffizienz zu steigern. Zu den Hauptmerkmalen gehören Echtzeit-Datenanalyse, Prozessautomatisierung, Integrationsfähigkeit, Produktionsanlagenwartung und umfassende Dashboards und Reporting-Tools. Diese Features ermöglichen eine verbesserte Überwachung, Steuerung und Optimierung der Fertigungsprozesse.

Der Hauptunterschied zwischen SAP DM und SAP MII liegt im Umfang ihrer Funktionalitäten und Einsatzgebiete. SAP MII dient als Bindeglied zwischen Fertigungsprozessen und Unternehmenssoftware, indem es Echtzeit-Fertigungsinformationen liefert und die operative Effizienz verbessert. Es fokussiert sich stark auf die Integration von Produktionsdaten mit Geschäftssystemen und bietet detaillierte Analysen zur Produktionsleistung.

SAP DM hingegen bietet eine breitere Palette von Funktionen, die speziell auf die Optimierung der Produktionsprozesse ausgelegt sind, einschließlich der Unterstützung von Entscheidungen in Echtzeit und der Verbesserung der Fertigungsabläufe durch fortschrittliche Automatisierungs- und Integrationsfähigkeiten.

Der primäre Einsatzzweck von SAP DM ist es, die Produktionsprozesse in Unternehmen durch Digitalisierung und Automatisierung zu optimieren. Dies umfasst die Verbesserung der Transparenz über die Fertigungsabläufe, die Erhöhung der Produktionseffizienz und die Reduktion von Ausfallzeiten. SAP DM zielt darauf ab, eine reibungslose und flexible Produktionsumgebung zu schaffen, die es ermöglicht, schnell auf Marktanforderungen und betriebliche Herausforderungen zu reagieren.

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Dennis Dünnweg

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