Der erste Artikel unserer mehrteiligen Serie zur ConVista Cash Matrix bezieht sich auf die relevanten Aspekte im Cash Management.

Steuerung im Treasury durch die ConVista Cash Matrix

Dem Treasurer bietet sich eine Fülle an Daten und Information, die durch globale Prozessabläufe und die voranschreitende Digitalisierung weiter zunimmt. Da diese Daten Grundlage zur Entscheidungsfindung und für das Risikomanagement sind, gilt es, sich als Treasurer im Reporting Prozess nicht in diesem „Daten-Dschungel“ zu verlieren. Denn ein einhergehendes Phänomen ist der Information Overload. Hierbei übersteigt die Verfügbarkeit an Informationen die Aufnahmekapazität des Berichtsempfängers. Er kommt unter anderem zustande, da Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen in verschiedenen Formaten und variierender Qualität vorliegen und so schwer auszuwerten sind. Reporting-Lösungen, die mehr Transparenz und Kontrolle für den Treasurer bedeuten sollen, haben allerdings mit genau diesen Datenmengen zu kämpfen, seien es Data Lakes oder fachliche Einzelreports. Dieser erste Artikel einer mehrteiligen Artikelserie zum Thema „Information Overload im Reporting“ soll sich speziell auf die relevanten Aspekte im Cash Management beziehen und was Treasurer tun können, um einen Information Overload zu vermeiden.

Denn die Lösung für das Problem des Information Overload ist, die Steuerung auf wirklich relevante KPIs und deren Dimensionen zu fokussieren und in einem übersichtlichen Reporting Tool abzubilden. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass entsprechende KPIs zu jeder Zeit in der benötigten Qualität und Datentiefe bereitgestellt werden, um die Weiterverarbeitung in Analytics Tools wie der SAP Analytics Cloud oder vergleichbaren Lösungen zu ermöglichen.


Welche Treasury Steuerung ist die richtige für das Cash Management?

Die Definition und Ausprägung der KPIs ist von Unternehmen zu Unternehmen individuell festgelegt. Nichtsdestotrotz gelten allgemeingültige Grundbedürfnisse an ebendiese Kennzahlen: Abgestimmt auf die strategischen Ziele des Unternehmens sollen KPIs messbar, für die Entscheidungsfindung relevant und aussagekräftig, standardisiert sowie miteinander verknüpfbar sein. Dabei werden unternehmensrelevante KPIs stets individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse und Anforderungen des Corporate Treasury abgestimmt. So verrät ein Blick in das Cash Reporting globaler Firmen und Konzerne, dass es keine Standarddefinition für Cash oder Net Cash gibt. Die Erfahrung zeigt, dass eine Ableitung und Anpassung der Cash Definition aus den zugrundeliegenden Accounting Standards jedoch sehr hilfreich sein kann. Davon abgesehen, erweist es sich als großer Vorteil, ein allgemeingültiges KPI Framework zu nutzen, das sich auf mehrere Bereiche des Treasury anwenden lässt. Solch ein Framework bietet die ConVista Cash Matrix für eine aussagekräftige Treasury Steuerung im Cash-Bereich.


Welche Bestandteile hat die ConVista Cash Matrix?

Um den Informations-Overload zu vermeiden, empfiehlt sich die Besinnung auf relevante Aspekte. So erfolgt die Darstellung der KPIs nach einer einheitlichen Unternehmensdefinition (One Truth) und Abbildung derselben über entscheidungsrelevante Dimensionen hinweg, wodurch sich unsere Cash Matrix ergibt:

Net Cash Bestandteile

In der Praxis hat sich eine „Net Cash“ Darstellung durchgesetzt, wonach Cash-positive Bestandteile sowie Cash-negative Bestandteile („net of“) kategorisiert dargestellt werden und eine Net-Cash Position entsteht. Die Strukturierung der Kategorien sollte nach Liquidität erfolgen. Darüber hinaus sollten die Einzelbestandteile des Net Cash separat und nach Fälligkeit ausweisbar sein und auch der gebundene Anteil bzw. das „Trapped Cash“ im Reporting angezeigt werden.

 

Der Matrix-Charakter des Net Cash kommt durch die Betrachtung des Net Cash bzw. dessen Bestandteile über verschiedene Dimensionen hinweg zustande. Diese Dimensionen ermöglichen eine ganzheitliche, jedoch strukturierte Betrachtung des Net Cash. In der Praxis bewährt hat sich der Fokus auf nachfolgende Dimensionen:

  • Datenart (Ist-Zahlen, Budget, Forecast sowie Varianzen & Fälligkeitsprofile)
  • Organisation (Gruppe, Division, Legaleinheit)
  • Geographie (Region, Land)
  • Währung (Berichts- & Transaktionswährung)
  • Zeithorizont (Tag, Woche, Monat, Quartal, Jahr (rollierend)
  • Kontrahent (Externe (z.B. Banken) & Interne (z.B. Intercompany))


Wie vermeide ich den Information Overload im Reporting?

Um den Überblick zu behalten bieten sich Dashboard Solutions an, welche passgenau definiert sein sollten und sich auf die oben genannten Bestandteile fokussieren. Die ConVista Cash Matrix liefert hierzu den inhaltlichen Input in Form von standardisierten KPIs, die auf dem Dashboard benutzerfreundlich visualisiert und in Kontext zueinander gebracht werden. Dies macht es dem Treasurer einfacher, Veränderungen und neue Möglichkeiten auf einen Blick zu erkennen. Die nachfolgende Abbildung ist ein Beispiel für solch eine Dashboardlösung für den Cash Management Bereich. Über sogenannte Views lässt sich außerdem der fachliche Treasury Bereich wechseln, auf den weitere Artikel dieser Serie eingehen werden.

 

Wo vorher eine Vielzahl von Einzelreports mit wenig aussagekräftigen Kennzahlen als Basis für die Entscheidungsfindung und das Risikomanagement vorherrschten, kann nun ein ganzheitlicher Report in Form eines Dashboards interaktiv und übersichtlich generiert werden. Das Cash Reporting basiert nun auf einem ganzheitlichen KPI Modell, der ConVista Cash Matrix, das die zur Verfügung stehende Datenmenge gewinnbringend für den Treasurer nutzt. Dadurch kann ein möglicher Information Overload der Berichtsempfänger:innen oder des Treasurers selbst vermieden und gleichzeitig die Fülle an (Echtzeit-)Daten effizient für das Unternehmen eingesetzt werden.

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Christian Million

Christian Million

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