Innovation im Treasury durch virtuelle Konten und dem Multi Currency Global Wallet

Innovation im Treasury durch virtuelle Konten

Das kontaktlose bargeldlose Zahlen ist im internationalen Zahlungsverkehr immer mehr auf dem Vormarsch und kaum noch wegzudenken. Gleichzeitig treibt die Globalisierung und Internationalisierung der weltweiten Märkte die Expansion von Firmen voran, sodass sie sich mit immer komplexeren Strukturen im Zahlungsverkehr auseinandersetzen müssen. Dabei geht es zum einen darum, alle Zahlungsströme eines Unternehmens zu überblicken, sei es in noch so kleine Untereinheiten unterteilt. Zum anderen gilt es, die Hürde der Zahlung in unterschiedlichsten Währungen zu überwinden.

Dabei können virtuelle Konten in Verbindung mit sogenannte Multi Currency Global Wallets einen gewinnbringenden Vorteil bieten und das Cash Management transparenter gestalten.

Was sind virtuelle Konten?

Obwohl man meinen würde, dass virtueller Zahlungsverkehr ein Produkt der letzten Jahre ist, gibt es virtuelle Konten bereits seit fast 20 Jahren. Hierbei werden virtuelle Kontonummern angelegt, die auf ein Hauptkonto zurückgreifen. Die Transaktionen finden also auf diesem Hauptkonto statt. Es können beliebig viele virtuelle Konten eröffnet werden, die einzelnen Kunden zugeordnet werden können. Dies macht das Verwalten von vielzähligen Konten überflüssig. Stattdessen ist nur ein Hauptkonto nötig.

 

Darstellung von virtuellen Konten
Darstellung von virtuellen Konten

 

Hand in Hand mit dem sogenannten Virtual Account Management (VAM) kann das Treasury maßgebend von virtuellen Konten profitieren. Komplexe, vielschichtige Kontenstrukturen bei zahlreichen Banken können so entzerrt werden, um das Cash Management transparenter und schneller zu machen. Zusätzlich wird der Kostenaufwand gesenkt, der durch zahlreiche physische Konten entsteht. Das komplette Vermögen kann also in Echtzeit angezeigt werden, zum anderen werden Payment on Behalf of (POBO) und Collection on Behalf of (COBO) Verfahren begünstigt.

Virtuelle Kontenstrukturen werden bereits von einigen Institutionen angeboten. UniCredit bietet einen firmenweiten Überblick über alle Kontenbewegungen in ihrem UC Virtual Accounts Tool, die Deutsche Bank offeriert ebenfalls einen Account Receivable Manager für SEPA an und auch kleinere Banken steigen auf den Zug des Fortschritts auf.


 

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Internationale Zahlungen aus dem Global Wallet

Eine weitere Herausforderung im Treasury ergibt sich durch das Wechselkursrisiko, da heutzutage nicht nur Großkonzerne mit ausländischen Währungen in Kontakt kommen. Daraus entsteht der Bedarf nach einer Möglichkeit, verschiedenste Währungen in einem „Global Wallet“ zu verwalten.

Meist werden Global Wallets im Zusammenhang mit der Verwaltung von Kryptowährungen erwähnt. Aber auch im Travel Management Bereich konnte mit dem „YouTrip Multi Currency Travel Wallet“ aus Singapur eine virtuelle Brieftasche auf den Markt gebracht werden, die es möglich macht, auf Reisen durch verschiedenste Länder in unterschiedlichen Währungen mit einer Prepaid Mastercard zu bezahlen. Dabei entstehen augenscheinlich keine zusätzlichen internationalen oder durch Drittanbieter verursachte Gebühren. Mittlerweile bieten viele Banken den Service ebenfalls zum Einsatz im Unternehmensumfeld an.

Im Treasury könnten so Verluste durch Wechselkurse vermieden und präzise Echtzeit-Analysen hergestellt werden, da man nicht mehr mehrere Konten für die unterschiedlichsten Währungen benötigt. Auch hier erleichtern sich COBO und POBO Vorgänge, da Belange von Tochterunternehmen in anderen Ländern über das Global Wallet abgerechnet werden können.

Wie virtuelle Konten mit dem Global Wallet einhergehen können

Um diese beiden Konzepte miteinander zu verbinden, benötigt es ein zentrales globales Konto, das Transaktionen in jeglicher Währung vollziehen kann. Zentrale Währungskonten können über ein Echtzeit-Pooling in ein Multi Currency Global Wallet münden und so dem „Follow The Sun (FtS)“-Konzept folgen. Dadurch können Transaktionen in Echtzeit abgebildet werden und gleichzeitig kann das Wechselkursrisiko automatisch minimiert werden. Dies wird möglich, da durch FtS ein 24/7 Zahlungsverkehr etabliert wird, der sich nicht mehr nach den Tageszeiten und Zeitzonen richtet, sondern den geöffneten Kapitalmärkten folgt um Cut-Off Zeiten zu minimieren.

Verbindung virtuelle Konten und Multi Currency Global Wallet
Multi Currency Global Wallet

 

Für Treasurer bedeutet dies ein deutlich erleichtertes Cash Management, da alle Zahlungsströme, ganz gleich in welcher Währung, in einem Treasury Hub abgebildet werden können. Es entsteht eine übersichtlichere Struktur, was vor allem für Großkonzerne mit multiplen, international agierenden Tochterunternehmen essentiell ist. So können umfassendere Echtzeit-Analysen zu Zahlungsströmen, Liquidität und Risiko zur Entscheidungsfindung auf Managementebene beitragen.

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Christian Million

Christian Million

Christian.Million@convista.com
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